| Man muss zwar nicht immer unbedingt
lizenzierte Fahrzeuge erwarten (schließlich hat auch Carrera
GO mit einigen unlizenzierten Formel 1 Fahrzeugen angefangen),
aber im Gegendsatz zu der Tamponbedruckung der Carrera Fahrzeuge
sind hier bei den WINGO Fahrzeugen nur billige Aufkleber aufgebracht
die sich auch nach kürzester Zeit schon teilweise ablösen. Die
Karosserie selbst macht auch nicht unbedingt den detailliertesten
Eindruck. Zudem ist bei der Viper und dem Mercedes Verschnitt
mal wieder die augenscheinliche Ähnlichkeit zu den Carrera GO
Modellen "Firespark" und "Speed Demon" zu erwähnen. Von der
Optik her sind die Autos also nicht nur teilweise kopiert, sondern
auch noch verdammt schlecht kopiert ...so was braucht kein Mensch!
Schauen wir uns nun die Technik der Fahrzeuge etwas genauer
an:
Zur Abwechselung fällt mal wieder auf, dass neben dem allgemeinen
Aufbau des Chassis auch die einzelnen Teile wie Leitkiel, Schleifer,
Magnet, Verkabelung, Kondensatoren, Entstördrossel, Motor, Ritzel
wieder 1:1 der Carrera GO nachempfunden sind.
Carrera GO Motoren sind für 14,8 Volt ausgelegt, WINGO Fahrzeuge
laut Aufdruck auf dem Trafo für 19 Volt. Da ich nicht so der
geborene Techniker bin kann ich leider keinen genauen technischen
Vergleich der Motoren liefern, aber zumindest das Fahrverhalten
der kompletten Fahrzeuge habe ich verglichen und da die Autos
untereinander kompatibel sind konnte ich beide sowohl bei 14,8
Volt auf der GO, als auch mit 19 Volt auf der WINGO vergleichen.
Beide Fahrzeuge haben ein ähnliches Beschleunigungs- und
Bremsverhalten. In der Höchstgeschwindigkeit bei 14,8 Volt sind
beide sehr ähnlich wenn auch die WINGO Fahrzeuge ein kleines
bisschen schneller sind.
Wow, bei 19 Volt sind die Fahrzeuge dann schon wirklich verdammt
schnell ...zu schnell um noch ordentlich reagieren zu können
bei den normalen Strecken mit Looping, Fly-Over, kurzen Geraden
und Kurven. Daher habe ich für den Test bei 19 Volt auf WINGO
ein Oval mit je 5 Meter Gerade und 2 Steilkurven aufgebaut um
die Geschwindigkeit ausnutzen zu können. Hier zeigt sich, dass
die Carrera GO Autos mit 19 Volt doch schon sehr nah bis deutlich
über ihre Leistungsgrenze hinaus belastet werden denn sie bekamen
nur noch einen geringen Geschwindigkeitsschub wenn man die Turbotaste
(= von 70 auf 100%) betätigt. Auch ein helles Kreischen des
Motors und ein etwas verkohlter Geruch anschließend lassen nichts
Gutes erahnen. Die WINGO Fahrzeuge hingegen "skalierten" auch
im Bereich zwischen 70 und 100% noch deutlich und stellten durch
die enorme Geschwindigkeit teilweise bemerkenswerte Weitflugrekorde
in den Steilkurven auf :-) Auch wenn die WINGO Fahrzeuge die
19 Volt deutlich besser vertrugen (auch nach 10 Minuten Test
auf dem Highspeed-Oval) als die Carrera GO Fahrzeuge, so wage
ich doch stark zu bezweifeln, dass es diesen kleinen Motoren
gut tut auf Dauer mit 19 Volt betrieben zu werden denn auch
bei den WINGO Fahrzeugen hörte sich das Motorgeräusch bei 100
% nicht mehr so gesund an und auch der Motor roch etwas verkohlt.
Mein Fazit zu den Motoren: Die Motoren scheinen ziemlich ähnliche
Leistungswerte zu haben und sind sich im Beschleunigungsverhalten
und in der Höchstgeschwindigkeit bei 14,8V ziemlich ähnlich.
Bei 19V erscheinen mir dann aber die WINGO Motoren ein wenig
performanter und hatten für den Betrieb mit hohen Voltzahlen
auch etwas mehr Reserven als der Carrera GO Motor. Allerdings
bleibt auch festzuhalten, dass 19 Volt viel zu schnell für die
normalerweise kurvigen Grundpackungen sind denn so schnell kann
kaum jemand reagieren und man sollte tunlichst zusehen keine
Glasscheiben hinter einer Steilkurve oder Fly-Over stehen zu
haben. Zudem sind die Motoren wahrscheinlich nicht für so hohe
Voltzahlen auf Dauer geeignet.
|
Das Chassis eines Formel 1 Fahrzeuges (jeweils oben WINGO,
unten Carrera GO)



(WINGO Viper Chassis)
|